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Einsatz 37 von 43 Einsätzen im Jahr 2021
Kurzbericht: Gebäudebrand
Einsatzort: Schneeren - Schneerener Straße
Alarmierung Feuerwehr Mardorf : Alarmierung per Funkmeldeempfänger und Sirene

am 22.10.2021 um 13:51 Uhr

Ausfahrt: 13:54 Uhr
Einsatzleiter: BM P.-H. Wesemann (Schneeren)
alarmierte Einheiten:
Feuerwehr Mardorf
Feuerwehr Neustadt
Feuerwehr Schneeren
Feuerwehr Poggenhagen
Feuerwehr Eilvese
Feuerwehr Nöpke
Feuerwehr Borstel
Hygieneeinheit Basse

Einsatzbericht:

Am Freitag, den 22. Oktober wurden gegen 14 Uhr die Feuerwehren aus Schneeren, Mardorf und Neustadt zu einem Feuer ieinem Gasthaus im Schneerener Ortskern alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Rauch aus dem Dach. Zur Unterstützung wurde rasch die Alarmstufe auf Großbrand“ erhöht und die Feuerwehren aus Eilvese, Nöpke und Borstel nachalarmiert, außerdem wurde eine zusätzliche Drehleiter aus Nienburg angefordert. Die Besitzer des Gebäudes waren vor Ort unkonnten die Feuerwehr glücklicherweise unmittelbar darüber informieren, dass sich keine weiteren Personen mehr im Gebäude aufhaltenEin begonnener Innenangriff wurde aufgrund der schnellen Brandausbreitung daraufhin eingestellt. Die Löscharbeiten konzentrierten sich infolge dessen auf die Vermeidung einer Brandausbreitung auf andere Gebäude und den Löschangriff von außen über mehrere Strahlrohre und die Drehleitern. Eine verletzte Person wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert, eine zweite Person wurde vom Rettungsdienst vor Ort behandelt. Da sich das Feuer unter dem Dach schnell indem großen zusammenhängenden Gebäudekomplex ausbreitete wurde im weiteren Einsatzverlauf eine dritte Drehleiter aus Wunstorf hinzugezogen. Ein unmittelbar neben dem Gebäude stehender Flüssiggastank musste zudem permanent gekühlt werden.

Für die Löschwasserversorgung wurden insgesamt über 1,2km Schlauchleitungen verlegt, über welche auch Wasser aus mehreren Teichen entnommen und zum Löschen eingesetzt werden konnte.
Das Technische Hilfswerk aus Wunstorf entsandte einen Fachberater, welcher die Einsatzleitung der Feuerwehr hinsichtlich glicher Unterstützungskapazitäten des THW beriet. Diese Hilfe wurde bei der Ausleuchtung der Einsatzstelle in Anspruch genommen.

Als nächste Maßnahmen wurden von den Drehleitern aus die
noch verbliebenen Dachziegel vom Dach entfernt, das Gebäude komplett freigelegt und anschließend mit Löschschaum geflutet um auch verdeckte Glutnester ablöschen und ersticken zu können. Die Feuerwehr stellte über die Nacht eine Brandwache um die Brandstelle regelmäßig zu kontrollieren.

Im Verlauf des Einsatzes waren unter der Leitung des Schneerener Ortsbrandmeisters Peer-Hendrik Wesemann Feuerwehren aus Schneeren, Mardorf, Neustadt, Eilvese, Nöpke, Borstel, Nienburg, Wunstorf, Mariensee, die Einsatzstellenhygieneeinheit, die Informations-und Kommunikationseinheit, die Atemschutznotfallkomponente, die Umweltschutzmesskomponente, ein Mitglied der Notfallseelsorge, die Verpflegungseinheit, die feuerwehrtechnische Zentrale Neustadt, der Stadtbrandmeister und seine beiden Stellvertreter, sowie der Brandabschnittsleiter und sein Stellvertreter mit insgesamt 43 Fahrzeugen und 206 Einsatzkräften im Einsatz.
Des Weiteren waren der Rettungsdienst mit dem Rettungshubschrauber Christoph 4, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen und vier Rettungswagen, die Polizei mit vier Streifenwagen und dem Kriminaldauerdienst, die Stadtwerke zur Abschaltung der Stromversorgung, der Gasversorger, der Wasserverband Garbsen/Neustadt, die Abwasserbetriebe, die Untere Wasserbehördedas Technische Hilfswerk aus Wunstorf sowie der
Bauhof für die Absperrung der Schneerener Ortsdurchfahrt an der Bewältigung des Einsatzes beteiligt.

Bei Brandeinsätzen dieser Größenordnung werden automatisch auch bestimmte Spezialeinheiten innerhalb der Feuerwehren der Stadt Neustadt a. Rbge. hinzugezogen:
-Die Einsatzstellenhygieneeinheit sorgt dafür, dass die persönliche Schutzausrüstung von Atemschutzgeräteträgern, welche giftigeBrandrauch direkt ausgesetzt waren, vor dem Ablegen des
Atemschutzes gereinigt wird, sodass ein nachträglicheEinatmen vermieden wird. Des Weiteren können diese Einsatzkräfte die verschmutzte Ausrüstung dann gegen frische Trainingsanzüge tauschen, damit keine sogenannte Kontaminationsverschleppung in die Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser erfolgt.
-Die Atemschutznotfalleinheit dient der Eigensicherung und steht zur Sicherheit der im Einsatz befindlichen Feuerwehrkräfte bereit um bei Zwischenfällen sofort eingreifen zu können.
-Die Mitglieder der Umweltschutzmesskomponente können mit ihrem Equipment u.a. Schadstoffe in der Luft nachweisen und wenn nötig ihre Ausbreitung untersuchen.
-Die Informations-und Kommunikationseinheit bildet mit ihrem großen Einsatzleitwagen die zentrale Schnittstelle zwischen deEinsatzleitung und der LeitstelleZudem koordiniert und dokumentiert sie u.a. den Funkverkehr an der Einsatzstelle und unterstützt die Einsatzleitung.